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Die Kartoffel – eine vielseitige Knolle

Tag der Kartoffel am 19. August



Kartoffeln sind lecker, vielseitig einsetzbar, bei richtiger Lagerung lange haltbar und deshalb als Beilage oder Hauptgericht sehr beliebt.

Etwa die Hälfte der deutschen Kartoffelernte stammt aus Niedersachsen. Um sich einen Überblick über die Belastungssituation der niedersächsischen Kartoffeln mit Pflanzenschutzmitteln zu verschaffen, hat das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg (LVI OL) bevorzugt Kartoffeln von niedersächsischen Erzeugern beprobt.


Die vielseitige Knolle

Untersuchung des LAVES 

Fazit

Tipps zur Lagerung

zubereitete Kartoffeln

Die vielseitige Knolle

Die Kartoffel, in Teilen Deutschlands auch als Erdapfel bezeichnet, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Die Samen der Kartoffelpflanze und die Keime an der Knolle sind für den Menschen leicht giftig, weshalb nur die Knolle selbst für die Weiterverarbeitung geeignet ist.

Weltweit gibt es etwa 5.000 verschiedene Kartoffelsorten. Die unterschiedlichen Sorten werden unter anderem nach ihrem Verwendungszweck unterschieden und deshalb mit Aufschriften wie „festkochende Speisekartoffeln“ oder „mehlig kochende Speisekartoffeln“ gekennzeichnet. Die Kartoffel findet aber nicht nur in der Küche Verwendung, sondern auch als Futtermittel in der Tierzucht oder als Pflanzgut für die Entstehung neuer Kartoffeln.

Jährlich werden weltweit über 370 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Der Pro-Kopf-Verbrauch in deutschen Haushalten liegt bei ca. 60 Kilogramm pro Jahr. Gerichte wie Pommes Frites, Kartoffelpuffer, Kartoffelpüree, Bratkartoffeln und Bauernfrühstück sind nur einige Beispiele, warum die Knolle für viele unentbehrlich ist. Geschätzt wird die Kartoffel aber auch wegen Ihrer gesunden Eigenschaften. Sie hat einen vergleichsweise hohen Gehalt an Kohlenhydraten und macht deshalb lange satt. Außerdem liefert die Kartoffel wichtige Vitamine sowie Mineralstoffe und enthält kaum Fett.

Untersuchung des LAVES

Um sich einen Überblick über die Belastungssituation der Kartoffeln mit Pflanzenschutzmitteln (PSM) zu verschaffen, hat das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg im Jahr 2018 insgesamt 44 Kartoffelproben untersucht. Darunter waren vier Proben aus ökologischem Anbau. Aus deutschem Anbau kamen 43 Proben, davon 30 Proben aus Niedersachsen. Lediglich eine Probe kam aus Frankreich.

Die Kartoffeln wurden jeweils auf etwa 400 Pflanzenschutzmittelwirkstoffe geprüft. Das Ergebnis: Es wurden keine Höchstgehaltsüberschreitungen festgestellt.

In 18 Kartoffelproben aus Deutschland (41 Prozent), darunter vier Proben aus ökologischem Anbau, wurden keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln nachgewiesen. Die Probe aus Frankreich enthielt den Wirkstoff Chlorpropham. Mehrfachrückstände, dass heißt zwei oder mehr Wirkstoffe oder deren Abbauprodukte wurden in fünf Kartoffelproben (11 Prozent) bestimmt. Mehr als zwei Wirkstoffe pro Probe wurden nicht nachgewiesen.
Insgesamt wurden neun verschiedene Wirkstoffe in den Kartoffelproben nachgewiesen.Das Herbizid Chlorpropham war in 7 Proben bestimmbar und ist als keimhemmendes Mittel bei Kartoffeln bis zu einem Gehalt von 10 mg/kg zugelassen. Die Anwendung zum Zwecke der Haltbarmachung ist bei Abgabe an den Verbraucher kennzeichnungspflichtig.

Fazit

Es wurden Kartoffeln untersucht, die zum Direktverzehr und zur Weiterverarbeitung vorgesehen waren. Die Probenahme erfolgte daher nicht ausschließlich beim Erzeuger, sondern auch bei Kartoffel verarbeitenden Betrieben. Insgesamt zählt die Kartoffel zu den vergleichsweise gering mit Pflanzenschutzmitteln belasteten Erzeugnissen.

Kartoffeln Lagerung

Tipps zur Lagerung

Werden Kartoffelknollen über längere Zeit dem Licht ausgesetzt, bildet sich Chlorophyll (Blattgrün). Um dies zu verhindern, sollten Kartoffeln immer dunkel und kühl gelagert werden. Bei der Grünfärbung können sich Bitterstoffe wie Solanin bilden. Diese Stoffe sind giftig und im Geschmack bitter. Durch das Schälen der Kartoffeln kann jedoch ein großer Teil der Bitterstoffe entfernt werden.

Je wärmer es ist, umso schneller keimen Kartoffeln. Aus diesem Grund ist eine kühle Lagerung (etwa im Keller) ebenfalls empfehlenswert. Im Kühlschrank sollten Kartoffeln allerdings nur sehr kurz gelagert werden, da sich ihre Stärke bei zu viel Kälte in Zucker umwandelt und sich der Geschmack verändert.

Werden die Kartoffeln in Plastikverpackungen gekauft, ist es am besten, die Verpackung zu entfernen, damit sich keine Feuchtigkeit bildet.

Kartoffeln sollten getrennt von Obst (wie Äpfeln) gelagert werden, da es die Knollen schneller reifen lässt.

Zusammenfassung:

Dunkel lagern:

  • am besten im Vorratsraum oder Keller
  • in einem Behältnis, das Licht abhält und in dem die Luft zirkulieren kann (zum Beispiel Weidenkorb, Holzkiste)
Kühl lagern:
  • nicht mehr als 13 Grad Celsius Raumtemperatur
  • im Kühlschrank nur als Notlösung für 1-2 Tage lagern
Separat lagern:
  • Getrennt von Obst lagern
Kartoffeln  
Untersuchungsergebnisse:

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