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Faschingskrapfen noch ein Genuss? – hohe Beanstandungsquoten bei Frittierfetten und -ölen

LAVES-Presseinformation Nr. 003 vom 27. Februar 2014


Zum Fasching gehören süße, in Frittierfett gebackene Krapfen dazu. Aber wie steht es um die Qualität dieser Fette? Das hat das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) untersucht: Insgesamt 417 Proben an gebrauchten Frittierfetten und –ölen wurden in den vergangenen drei Jahren untersucht. Das Ergebnis: 103 Proben mussten beanstandet werden. Die Fette waren verkohlt, beißend, seifig oder kratzend im Geruch und Geschmack und wurden daher als verdorben und somit zum Verzehr nicht geeignet beurteilt.

Da beim Frittieren erhebliche Mengen an Fett von Berlinern, aber auch von Pommes Frites oder panierten Schnitzeln aufgenommen und anschließend mitverzehrt werden, muss eine gleichbleibend gute Qualität gewährleistet werden. Deshalb werden regelmäßig u. a. Proben von Fettgebackenem aus Imbiss- und Volksfestbuden, Fastfoodketten, aus Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung, aus Bäckereien und von Lebensmittelherstellern untersucht.

„Neben geübten Blicken und Nasen von erfahrenen Lebensmittelkontrolleuren der Überwachungsbehörden, dem gezielten Einsatz von speziellen Schnelltestgeräten und Intensivierung der Kontrollen ist sicherlich die große Anzahl von, oft auch neuen, Betrieben ein Grund für die hohe und steigende Beanstandungsquote“, meint Sabine Nickel, Lebensmittelchemikerin im LAVES. Offenbar fehle in vielen Fällen das Wissen um die ordnungsgemäße Pflege der Fette.

Bei Temperaturen von etwa 180°C beginnt das Fett sich zu verändern. Durch unerwünschte Zersetzungs- und Reaktionsprodukte, wie z. B. freie Fettsäuren wird der Rauchpunkt herabgesetzt. Das Fett fängt an zu qualmen und es bildet sich ein kratzender, beißender und verkohlter Geruch und Geschmack. Der Fettverderb verläuft unterschiedlich schnell. Dabei ist z. B. von Bedeutung welche Produkte frittiert werden, wie hoch die Temperatur ist und ob das Fett am Ende des Tages filtriert wird.

Weitere Informationen dazu und umfassende Verbrauchertipps finden Sie hier.


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