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Vorzerkleinertes Obst – eine bunte Überraschung?

Vorgeschnittenes, verzehrfertiges Obst ist bei Verbraucherinnen und Verbrauchern als gesunde Zwischenmahlzeit sehr beliebt und wird in vielfältigen Mischungen im Handel angeboten. Die große Oberfläche bietet jedoch einen idealen Nährboden für Mikroorganismen. Da pflanzliche Lebensmittel immer wieder Quelle lebensmittelbedingter Krankheitsausbrüche sind, wurde abgepacktes, vorgeschnittenes Obst aus dem Einzelhandel mikrobiologisch untersucht. Im Jahr 2016 hat das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover des LAVES 63 Proben auf Hygieneparameter und das Vorhandensein pathogener Bakterien analysiert.

In 22 Proben (35 %) wurden auffällige Keimgehalte nachgewiesen, die auf Hygienemängel hindeuten. Überwiegend waren die Gehalte an Schimmelpilzen (21 %) und Hefen (13 %) erhöht. In drei Proben (5 %) waren die Gehalte an Enterobacteriaceae deutlich erhöht, was auf eine nachteilige Beeinflussung der Lebensmittel hinweist. Eine Probe Melonenscheiben war bereits matschig und roch säuerlich, es wurden hohe Keimgehalte nachgewiesen. Diese Probe war für den Verzehr nicht mehr geeignet. Krankheitserreger wurden in keiner Probe nachgewiesen.

Es handelt sich bei diesen Erzeugnissen um leicht verderbliche Lebensmittel, die laut DIN 10508 „Temperaturen für Lebensmittel“ bei maximal 7 °C gelagert werden sollten. Drei Proben (5 %) wurden nicht ausreichend gekühlt.

Tipp:
Für einen unbeschwerten Genuss von vorzerkleinertem Obst sollten Verbraucher/-innen auf optisch einwandfreie frische Ware und ausreichende Kühlung im Handel achten. Diese Produkte sollten möglichst bald nach dem Kauf verzehrt werden.

Weitere Infos und Untersuchungsergebnisse des LAVES:


Obst
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