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Salatcups – der portionierte Snack für Zwischendurch

Salatcups sind gerade bei Personen mit wenig Zeit sehr beliebt, da sie direkt aus dem Supermarkt mit ins Büro genommen oder für zwischendurch eingepackt werden können.

Die Salatcups sind fertige Salatschalen, die bereits portioniert das Dressing, den zugeschnittenen und gewaschenen Salat und ggf. weitere Zugaben, wie Käse, fleischhaltige Beilagen oder Croutons, enthalten. Gabel und Serviette sind ebenfalls oft dabei. Die Zutaten werden nach dem Öffnen miteinander vermengt und fertig ist der „Salat to go" bzw. der Snack für Zwischendurch!

Doch sind die Salatcups auch gesund und bekömmlich und entsprechen sie den rechtlichen Vorschriften? Dies hat das Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover des LAVES untersucht.

Salatcups

Bildrechte: © VICUSCHKA - Fotolia.com

Untersuchungen des LAVES

Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover des LAVES wurden im Jahr 2017 insgesamt 23 Proben Salatcups untersucht.

Die vorverpackten Salatcups aus dem Einzelhandel wurden auf ihren mikrobiologischen Status und die Zusammensetzung untersucht. Außerdem wurde die Kennzeichnung überprüft.

Das Ergebnis: sieben Proben (30 %) entsprachen den Rechtsvorschriften.

Bei 21 Proben wurde die mikrobiologische Beschaffenheit überprüft, dabei wurden die Salatmischungen und die beiliegenden Dressings separat untersucht. Insgesamt waren elf Proben (52,3 %) mikrobiologisch auffällig. Insbesondere wurden in diesen Proben erhöhte Gehalte an Hefen (sieben Proben) und Schimmelpilzen (drei Proben) nachgewiesen. Erhöhte Gehalte an Hefen oder Schimmelpilzen deuten auf hygienische Schwachstellen im Herstellungsprozess hin. Es wurde daher empfohlen, die Wirksamkeit der vorbeugenden Maßnahmen zu überprüfen und Maßnahmen zur Verbesserung der Hygienesituation einzuleiten. Pathogene Mikroorganismen wie z. B. Listerien oder Salmonellen wurden erfreulicherweise in keiner Probe nachgewiesen.

Bei neun Proben entsprach die Kennzeichnung nicht den Anforderungen der Lebensmittelinformationsverordnung VO (EU) Nr. 1169/2011. Eine Probe „Salatmischung mit Mozzarella" wurde als irreführend beurteilt, da die enthaltene Menge an Mozzarella deutlich von der deklarierten abwich. Bei einer Probe fehlte die Mengenangabe der enthaltenen wertgebenden Zutat „Hähnchenfleisch". Weitere Kennzeichnungsmängel waren eine fehlerhafte Nährwertkennzeichnung, eine unvollständige Allergenkennzeichnung, die fehlende Angabe von Zutaten und eine zu geringe Schriftgröße der Pflichtangaben.

Bei drei Proben Salatcups, zwei schafskäsehaltigen Salaten und einem Salat mit Hähnchenanteil wurde die Tierart überprüft. Hier gab es keine Auffälligkeiten.

Die Kennzeichnung der Füllmenge entsprach bei fünf Proben nicht den Bestimmungen der Fertigpackungsverordnung.

Besteht eine Fertigpackung aus mehreren gesondert abgefüllten Erzeugnissen, so müssen die Mengen der einzelnen Komponenten angegeben werden. Dies ist z. B. der Fall, wenn in einer Salatschale das Dressing gesondert in einem Becher oder Beutel abgepackt ist. Die Angabe der Füllmenge des Dressings fehlte bei drei Proben. Eine Probe enthielt deutlich weniger Inhalt als angegeben. Bei einer weiteren Probe war die Schriftgröße der Füllmengenangabe zu gering.

Empfehlungen für die Verwendung von Salatcups

Küchenfertige Salatmischungen aus der Tüte oder Plastikcups, die Tage zuvor geschnitten, gewaschen und verpackt wurden, gehören zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. An den Schnittstellen der Blattsalate tritt Zellsaft aus, der zusammen mit der in den Plastikverpackungen herrschenden Luftfeuchte ideale Bedingungen für das Wachstum von Mikroorganismen bietet und den Salat verderben lässt.

Verbraucher/innen sollten deshalb - trotz des Hinweises „gewaschen und verzehrfertig" - den Salat vor dem Verzehr hinsichtlich Verfärbungen (welke Blätter), Schimmelbefall und Flüssigkeitsansammlung sowie fauligen Geruch genau überprüfen und zur Verringerung der Keimbelastung nochmals gründlich waschen.

Außerdem sind vorzerkleinerte Mischsalate als leicht verderbliche Lebensmittel kühlpflichtig und sollten bei max. 7 °C bzw. gemäß den Angaben der Hersteller auf den Fertigpackungen gelagert und schnell verbraucht werden.

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