Insgesamt führen die bisher vorliegenden Daten zu folgenden Erkenntnissen:
- Der relative Anteil des Me-Hg am Gesamt-Quecksilber liegt i.d.R. deutlich über 90 %.
- Die Ergebnisse unterliegen jedoch einer erheblichen Streuung; in Einzelfällen können die Me-Hg-Anteile auf unter 50 % absinken.
- In der Tendenz nehmen die Me-Hg-Anteile sowohl innerhalb einer Fischart als auch beim Vergleich verschiedener Arten untereinander mit steigendem Gesamt-Quecksilbergehalt zu.
Um bei der Beurteilung von Quecksilbergehalten in Fischen (und ggf. weiteren Lebensmitteln) die Freigabe von zu hoch belasteten Individuen zu vermeiden, aber auch, um überzogene Beanstandungen auszuschließen, erscheint es unter Aspekten des Verbraucherschutzes angebracht, die zurzeit bei der lebensmittelrechtlichen Beurteilung ausschließlich berücksichtigten Gehalte an Gesamt-Quecksilber um die Ergebnisse der Spezies-Analytik zu erweitern.
Die Ergebnisse des Cuxhavener Forschungsprojektes wurden u.a. in der Zeitschrift "Umwelt" 4/2008, S.205-207 des BMU zusammengefasst. Der gesamte Abschlussbericht wird ferner in Kürze auf der Homepage des BfR unter http://www.bfr.bund.de verfügbar sein.