Im Rahmen der Gründung des LAVES ist die "Futtermittelüberwachung" als Fachdezernat eingerichtet worden. Dies war ein wichtiger Schritt zur Intensivierung und Bündelung der Kontrolle von Futtermitteln in Niedersachsen. Seit Juli 2005 ist das LAVES auch zuständig für die Futtermittelüberwachung im Land Bremen. Niedersachsen/ Bremen ist mit einer Jahresproduktion von ca. 8,3 Mio. Tonnen Mischfuttermitteln für Nutztiere der bedeutendste Futtermittelproduktionsstandort Deutschlands (rund 40 % der gesamten bundesdeutschen Produktion (WJ 06/07) in Niedersachsen und Bremen, Quelle: BMELV 2007). Neben der Nutztierfutterproduktion befindet sich eine umfangreiche zu kontrollierende Heimtierfutterindustrie in Niedersachsen/ Bremen.
Die Überwachung erstreckt sich über alle Ebenen der Futtermittelherstellung und des Handels bis hin zu landwirtschaftlichen Betrieben. Zur Zeit führen insgesamt zwölf Futtermittelprüfer vor Ort Betriebskontrollen, Buchprüfungen und Probenahmen durch. Um eine flächendeckende Präsenz zu gewährleisten, sind diese Mitarbeiter auf die Standorte Oldenburg, Hannover und Lüneburg verteilt. Die Koordinierung und Sachbearbeitung einschließlich des Vollzugs erfolgt über die Zentrale in Oldenburg. Im Beanstandungsfall wird von hier aus ggf. ein Ordnungswidrigkeiten-Verfahren oder im Einzelfall auch die Sperrung einer Partie eingeleitet.
Die amtliche Analyse der Proben findet vornehmlich im Futtermittelinstitut Stade des LAVES statt. Durch die Zusammenarbeit mit den übrigen LAVES-Instituten sowie anderen akkreditierten Instituten ist es möglich, ein breites Analysenspektrum abzudecken.
Orientiert am "Nationalen Kontrollprogramm Futtermittelsicherheit", das unter Beteiligung der Länder, des BMELV und des BVL erarbeitet wird, werden Futtermittel u. a. auf folgende Parameter untersucht:
- Unerwünschte Stoffe, z. B. Dioxine, Mykotoxine, Mutterkorn, Schwermetalle, chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW), polychlorierte Biphenyle (PCB) usw.
- Pflanzenschutzmittelrückstände
- Unzulässige Stoffe, z. B. nicht mehr zugelassene Antibiotika
- Verbotene Stoffe, z. B. tierische Bestandteile in Wiederkäuerfutter
- Inhaltsstoffe, z. B. Rohprotein, Rohfett, Rohfaser, Rohzucker und Energiegehalte
- Zusatzstoffe, z. B. Kokzidiostatika, Spurenelemente und Vitamine
- Zoonosenerreger (Salmonellen u. Listeria monocytogenes) und die mikrobiologische Beschaffenheit
Erklärtes Ziel ist die Sicherung von qualitativ hochwertigen und gesundheitlich unbedenklichen Futtermitteln zur Gewinnung von einwandfreien tierischen Lebensmitteln sowie der Schutz der Gesundheit der Tiere und der Umwelt vor vermeidbaren Belastungen.
Weitere Informationen finden Sie im Jahresbericht des LAVES.
Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Dez. 41, Futtermittelüberwachung
Postfach 39 49
26029 Oldenburg
Tel.: 04 41/ 570 26-0
Fax: 04 41/ 570 26-139
Dezernat41@laves.niedersachsen.de