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Hier steht Ihnen der Bericht als download zur Verfügung:
Bericht über Messungen des Einsatzes von Duftstoffen in Wasch- und Reinigungsmitteln
Duftstoffe in Wasch- und Reinigungsmitteln

Damit frisch gewaschene Wäsche auch "frisch" riecht, werden Waschmitteln zahlreiche Duftstoffe zugesetzt. Welche Duftstoffe die Mittel aber genau enthalten, ist häufig nicht bekannt. Deshalb haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Bedarfsgegenstände des LAVES ein Verfahren zur Isolierung von Duftstoffen aus pulverförmigen Wasch- und Reinigungsmitteln entwickelt. Dieses leistet jetzt einen wichtigen Beitrag zur Analyse der Duftstoffe. Dass solche Analysen für den Verbraucherschutz von Bedeutung sind, zeigten bereits die ersten Ergebnisse: in Wasch- und Reinigungsmitteln werden auffällig viele Duftstoffe verwendet, die Allergien auslösen können.

Duftstoffe wirken leider nicht immer nur auf den Geruchssinn. Sie können zu Reizungen führen, die sich in Symptomen wie Stechen, Brennen oder Prickeln äußern, ähnlich einer Allergie. Außerdem nehmen Personen, die bereits an Allergien leiden (z.B. Heuschnupfen), diese Chemikalien häufig stärker wahr oder reagieren stärker darauf.

Zwar sind Duftstoffe in einzelnen Produkten oder Gegenständen nur in äußerst geringen Mengen enthalten. Durch die Vielzahl der duftenden Produkte, die wir im Alltag verwenden, können die Duftstoffe aber zum Problem werden.

Selbst die Hersteller sind häufig nicht genau informiert, welche Duftstoffe sich in ihren Produkten befinden, denn sie kaufen fertige Duftstoffgemische ein. Da sie in der Bundesrepublik Deutschland auch nicht zur Kenntlichmachung verpflichtet sind, führen sie in der Regel nur pauschal "Duftstoffe" oder "Parfüm" mit einer ungefähren Prozentangabe auf.

Mit der Methode des Instituts für Bedarfsgegenstände können Duftstoffe in Waschpulvern nun analysiert werden. Voraussetzung für die neue Methode war eine neue Technik für die Isolierung bestimmter Substanzen: Ein Magnetrührstäbchen (Twister genannt), welches mit einer festen Phase überzogen ist, wird in die Probenlösung gegeben, die Probe wird gerührt, das Stäbchen wird nach einer gewissen Zeit entnommen und im automatischen Probengeber TDS-A der gaschromatographischen Analyse zugeführt. Diese Isoliertechnik verspricht eine erheblich verbesserte Aufnahme der Substanzen, die untersucht werden. Sie bietet außerdem die Möglichkeit, eine hohe Anzahl von Proben gleichzeitig zu bearbeiten.

So ermöglicht sie einen umfassenden Überblick über die eingesetzten Duftstoffe. "Damit können auch zuverlässige Aussagen über den Gehalt solcher Duftstoffe gemacht werden, die möglicherweise Allergien auslösen können", erläutert Dr. Andrea Luger, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Bedarfsgegenstände.

Diese sogenannte SBSE (stir bar sorptive extraction) wurde zunächst auf Duftstoffe in pulverfömigen Wasch- und Reinigungsmitteln angewendet, denn hier waren klassische Untersuchungsmethoden gescheitert. Es wurde eine Waschlauge hergestellt, aus der die Duftstoffe mit dem Twister isoliert und anschließend identifiziert wurden. Danach wurden diverse Wasch- und Reinigungspulver auf Duftstoffe untersucht. Außerdem wurden mittels einer klassischen Methode auch diverse flüssige und gelförmige Produkte analysiert.

Auffällig war im Ergebnis der hohe Anteil an Substanzen, die Allergien auslösen können. So stellte sich heraus, dass in den untersuchten flüssigen und gelförmigen Proben vor allem der Duftstoff d-Limonen eingesetzt wurde. In pulverförmigen Produkten fand eher der Duftstoff Dihydromyrcenol Verwendung.

Die Wasch- und Reinigungsmittel, die im Haushalt benutzt werden, enthalten kaum die Menge an Duftstoff, die eine Hautallergie auslösen könnte. Betroffen von Überempfindlichkeitsreaktionen sind vielmehr häufig Personen, die ständig mit den Mitteln in Pulver- oder Konzentratform in Berührung kommen, zum Beispiel am Arbeitsplatz.

Ohne Kenntlichmachung dieser Stoffe ist es Verbrauchern kaum möglich, sie bei der Wäsche und der Reinigung im Haushalt völlig zu vermeiden. Gerade Waschmittel bleiben länger auf der Kleidung haften und kommen mit der Haut in Berührung. Auch wer Handspülmittel verwendet, kommt zwangsläufig in Kontakt mit Duftstoffen. Bei Maschinengeschirrspülmitteln ist dies dagegen eher unwahrscheinlich.

Nachdem sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Bedarfsgegenstände des LAVES in Lüneburg einen Überblick über die in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzten Duftstoffe verschafft haben, werden nun im Hause Methoden für die mengenmäßige Bestimmung der wichtigsten Duftstoffe erarbeitet. Dr. Andrea Luger: "Die Untersuchungen werden fortgeführt, so dass auch in Zukunft Aussagen über Qualität und Quantität der eingesetzten Duftstoffe möglich sein werden."

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