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Quetschobst - der Frucht-Snack für unterwegs?


Das so genannte "Quetschobst" ist püriertes Obst, welches in kleinen Tüten (Quetschbeutel) angeboten wird. Das Fruchtmus in den praktischen Beuteln gibt es in verschiedenen Sorten und Obstzusammensetzungen. Dieser Frucht-Snack wird gern als Obstmahlzeit für unterwegs gegessen und ist vor allem bei Kindern sehr beliebt.

Im Lebensmittel- und Veterinärinstitut Braunschweig/Hannover des LAVES wurden 19 Proben Quetschobst auf deren Zucker- und Patulingehalte untersucht.


Quetschobst

"Quetschobst" ist püriertes Obst, das in kleinen Tüten (Quetschbeutel) angeboten wird. Es kann durch einen mundgerechten Aufsatz direkt aufgesogen werden. Das pürierte Obst wird unter den Begriffen Fruchtmus, Fruchtpüree, Quetschobst oder Obstbrei angeboten. Dieses so genannte Fruchtmus in kleinen Tüten gibt es in verschiedenen Sorten und Obstzusammensetzungen, wie zum Beispiel mit Apfel, Birne, Banane, Mango, Erdbeere oder Pfirsich.


Problematik und rechtliche Regelungen

Patulin ist ein Schimmelpilzgift, das insbesondere in Äpfeln vorkommen kann. Da Äpfel bzw. Apfelpürre in den meisten Quetschobstvariationen enthalten sind, wurden Fruchtmuse, Fruchtpürees und Fruchtzubereitungen in Quetschbeuteln auf einen Gehalt an Patulin geprüft. Die Höchstmenge für Patulin in festen, für den direkten Verzehr bestimmten Apfelerzeugnissen, einschließlich Apfelkompott und Apfelpüree beträgt laut Anhang der VO (EG) 1881/2006 25 μg/kg.

Da das Quetschobst häufig damit beworben wird aus 100 Prozent Frucht zu bestehen bzw. frei von Zuckerzusätzen zu sein, wurden einige Proben auch auf deren Zuckergehalt untersucht.


Untersuchungen des LAVES

Im Jahr 2017 wurden im Lebensmittel- und Veterinärinstitut des LAVES neun Proben auf deren Patulingehalt untersucht.

Bei den untersuchten Proben handelte es sich um Quetschbeutel mit verschiedenen Mischungen: Apfel und Erdbeere (1x), Apfel und Birne (1x), Apfel und Banane (1x), Apfel, Mango und Maracuja (1x), Apfel, Erdbeere und Pfirsich (1x), Banane, Traube, Himbeere und Quinoa (1x) und Apfel bzw. Apfelsaftkonzentrat (3x).

In keiner Probe war das Mykotoxin Patulin erfreulicherweise nachweisbar (Nachweisgrenze: 5 μg/kg).



Im Jahr 2016 wurden insgesamt zehn Proben auf Konservierungsstoffe und ihren Gehalt an Zucker untersucht.

Erfreulicherweise konnten in keiner der untersuchten Proben Konservierungsstoffe nachgewiesen werden. Auch die auf den Verpackungen deklarierten Gehalte an Zucker stimmten sehr gut mit den ermittelten Werten überein. Bei einer Probe wurde der deklarierte Vitamin-C-Gehalt analytisch bestätigt.
Insgesamt haben sich Kennzeichnungsmängel nur bei einer Probe, aufgrund einer zur Irreführung geeigneten Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums, ergeben.


Quetschobst
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