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Loombänder – Bunt und sicher?

Die von einem Malaysier Cheong Choon Ng erfundenen Bastelringe aus Gummi, sogenannte Loom Bands (Loombänder), sind inzwischen auch in Deutschland bei vielen Kindern und Jugendlichen sehr beliebt und längst zum einem Trend geworden.


Im Jahr 2014 wurden 48 Proben an unterschiedlichen Loombänder und Loombänder-Sets im Institut für Bedarfsgegenstände Lüneburg des LAVES unter die Lupe genommen. Im Untersuchungsfokus lagen Parameter wie Weichmacher, Schwermetalle, Lösungsmittel, Farbechtheit (Speichel- und Schweißechtheit) und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe.


Die bunten Gummibänder zum Flechten von verschiedenen „Kunstwerken“ wie z. B. Armbändern, Ketten, Schlüsselanhängern oder Haarschmuck werden aus Silikon- oder Synthesekautschuk, meistens auf Basis von Styren-Butadien, hergestellt. Sie sind daher sehr elastisch, biegsam und gleichzeitig reißfest.


Loom Bands

Loombänder werden in unterschiedlichsten Variationen und Farben auch als Sets mit Anhängern aus Metall oder Kunststoff angeboten. Dabei handelt es sich meistens um Artikel im Niedrigpreissegment, die zu 90 % in China produziert werden.

Da mit den Loombändern bzw. daraus angefertigten Erzeugnissen ein längerer Hautkontakt besteht, müssen sie, wie alle Spielwaren, gewisse Sicherheitsanforderungen an die Zusammensetzung erfüllen und keine Schadstoffe enthalten, die die Gesundheit der Kinder beeinträchtigen können. Aus diesem Grund wurden im Jahr 2014 viele unterschiedlichen Loombänder und Loombänder-Sets im Institut für Bedarfsgegenstände (IfB) Lüneburg des LAVES unter die Lupe genommen.

Insgesamt wurden 24 Proben aus Niedersachsen und weitere 24 im Rahmen der Norddeutschen Kooperation im IfB untersucht. Im Untersuchungsfokus lagen Parameter wie Weichmacher, Schwermetalle, Lösungsmittel, Farbechtheit (Speichel- und Schweißechtheit) und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe. Aromatisierte Proben wurden zusätzlich auf allergene Duftstoffe getestet. Der Zusatz von Duftstoffen zu den Loombänder ist nicht unproblematisch. Viele Duft- und Aromastoffe können bei Kindern bei längerem Hautkontakt allergische Reaktionen, Dermatitis und verschiedene Hautirritationen hervorrufen. Deswegen sind allergene Duftstoffe in Spielwaren gesetzlich geregelt (RL 2009/48/EG) und müssen ab einer bestimmten Konzentration gekennzeichnet werden. Die absichtliche Anwendung einiger Duftstoffe mit starkem allergenem Potenzial, wie z. B. Cumarin, Geraniol, Citral etc. ist in Spielwaren generell verboten.

Loombänder  
Von insgesamt 48 untersuchten Loombänder-Proben entsprachen drei Proben nicht den rechtlichen Vorgaben. Zwei Proben enthielten den verbotenen Weichmacher DEHP, wobei bei beiden Proben der Weichmacher nur in den PVC-Anhängern nachgewiesen werden konnte. Die dritte Probe enthielt zu hohe Gehalte an allergenen Duftstoffe. Bei sieben anderen Proben wurden Kennzeichnungsmängel festgestellt, wie etwa das Fehlen des CE-Zeichens oder der Hersteller-Angaben sowie fehlerhafte Warnhinweise. Chemisch waren die Spielwaren unauffällig. 38 geprüfte Loombänder-Proben (ca. 80 % der hier geprüften Proben) wiesen erfreulicherweise keine Mängel bezüglich der oben genannten Untersuchungsparameter auf.

Tipp!:
Loombänder, die einen unangenehmen starken Geruch haben sollten besser nicht verwendet werden.
Loom Bands
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